Die Aloe vera ist keine Agave

Aloe Vera Barbadensis Miller in Blüte

Agave Americana - keine Aloe vera!!!

Agave Americana - keine Aloe vera!!!

Nachdem ich nun schon öfter feststellen musste, dass die Besucher meiner Homepage die Aloe mit der Agave verwechselten, habe ich das zum Anlass genommen, etwas mehr über die Unterschiede dieser beiden Pflanzen zu schreiben.

Zur Einleitung habe ich noch eine Geschichte aus der Praxis vorzutragen:

Als ich noch jeden Sonntag auf dem Markt gefahren bin, um die Aloe und ihre Blätter dort zu verkaufen, kam eines Morgens ein Mann zu mir, der Interesse an einem Aloe Blatt hatte. Er fragte nach dem Preis und ich sagte, dass die großen Blätter bei mir einen symbolischen Euro kosten würden, um die anfallenden Martstandgebühren zu decken. Dieser Mann überlegte kurz und meinte dann zu mir, „er hole sich doch lieber ein Blatt am Strand, denn da koste es nichts und die wachsen ja überall in Spanien“. „Gut!“, sagte ich freundlich und der Mann ging weiter.

Zwei Wochen später kam der Mann wieder an meinen Stand und meinte, er hätte das Gel der „Strand- Pflanze“ auf die Haut aufgetragen und einen schweren Ausschlag davon bekommen. Zudem sei sie ungenießbar und man bekommt Durchfall davon.

Ich lächelte ihn mitfühlend an und sagte, es wäre wohl besser ihn aufzuklären worin der Unterschied zwischen einer Aloe und einer Agave bestünde. Er habe mit Sicherheit versehentlich eine Agave erwischt, die KEINE Aloe vera Pflanze ist.

Dieser arme Mann hat den Unterschied der beiden Pflanzen schmerzlich am eigenen Körper erfahren müssen und wurde seitdem ein treuer Aloe vera Abnehmer von mir .

Hier einige grundsätzliche Informationen zu den Unterschieden von Aloe vera  und Agave.

Aloe Vera Barbadensis Miller in Blüte

Die Aloe vera „Barbadensis Miller“, auch die echte Aloe oder “Wüstenlilie” genannt, ist weder ein Kaktus noch eine Agave (mit der sie gerne verwechselt wird).

Die Aloe gehört zu der Familie der Liliengewächse (Liliaceae), wie Zwiebel, Knoblauch oder Spargel. Ihre stiellosen, dicken Blätter sind grün. Nur die ältere Pflanze bildet einen höheren Stamm.

Ihre Blüten sind gelblich (bei mir) oder orange (auf Teneriffa).
Nach ca. drei Jahren kommt sie in die Pubertät ;-) und blüht von da an zwei mal im Jahr. In dieser Periode hat sie ihre volle Wirkungskraft erreicht.

Nun zu den Inhaltstoffen der Aloe vera:

Der Hauptwirkstoff der Aloe vera ist Acemannan.
Dieser aktiviert das Immunsystem, schütz die Zellmembranen, wirkt antibakteriell, antiviral und antimykotisch.

Außerdem enthält Aloe Vera Vitamine, Aminosäuren und Flavonoide.

Vor allem kann sie bei Hautproblemen, wie Verbrennungen, schuppiger Haut, Ekzemen  Neurodermitis, Porokeratose und Narben angewandt werden – mit sehr positive Ergebnisse.

Sie dringt in die Zellen eine und beschleunigt die natürliche Regeneration.

Die Aloe vera kann bei sorgfältiger Vorbereitung eingenommen oder äußerlich angewendet werden. Sie ist eine phantastische Heilpflanze, die dem Organismus hilft, sich selbst zu regenerieren oder Defizite auszugleichen.

Agave Americana - keine Aloe vera!!!

Agave Americana - keine Aloe vera!!!

Die Agave, auch „Jahrhundert Pflanze“ genannt, ist eine Pflanzengattung der Familie Spargelgewäsche (Asparagaceae). Die bekannteste Agave – ist die „Agave Americana“.
Nur die gilt als wenig giftig. Nur von dieser Art ist eine Nutzunge vom Menschen bekannt. (*Pulque/mexikanisches Nationalgetränk und Fasern).

Man kann sagen, dass die Agave eigentlich mit der Aloe vera verwand und doch sehr unterschiedlich ist.

Sie blüht nur ein mal im Leben (danach stirbt sie ab) und bis zur abschließenden Ausbildung der Blüte können mehrere Jahrzehnte vergehen.

Die Agave ist eine Rosettenpflanze mit dicken und faserigen Blättern. Von der Farbe ist sie eher silbergräulich. An der Blattspitze sitzt ein Dorn (hat die Aloe vera NICHT).

Einige Agaven Arten überstehen Frostperioden bis zu minus 15 Grad Celsius und am Grand Canyon sogar bis minus 20 Grad Celsius, wobei Aloe vera nur kurzfristig bis zu minus 5 Grad überstehen kann.

Nun zu den Inhaltstoffen der Agave:

Die Hauptwirkschtoffe sind : Saponine, scharfes ätherisches Öl,  0 ,4 – 3 % Hecogenin und Oxalsäure.

Der Saft kann schwere Hautreizungen und Bindenhautentzündungen hervorrufen.

Bei innerlicher Verwendung können rote Blutkörper zerstört werden! Es treten Durchfall und Erbrechen auf und es können sogar Fehlgeburten ausgelöst werden.

Man kann aber auch bei entsprechender Vorbereitung der Agave positive Produkte erzielen:
Auf dem Markt sind sowohl: Agavensirup der als alternative Süßmittel und Pulque der als Schnaps ( in Mexiko ) bekannt sind.

*Agavensirup
Agavensirup wird aus verschiedenen Agaven in Mexiko hergestellt und enthält 80% Fruktose und 20% Glucose. Im Handel als Ersatzsüßmittel erhältlich wird für kalte Getränke ( wie zum Beispil Eistee ) verwendet, da er sehr schnell löslich ist. Der hohe Anteil an Fructose kann auch negative Wirkungen auslösen, wie: Metabolisches Syndrom sowie Hipertriglyceridemie, was wiederum zur verstärkten Harnsäurebildung  in Körper führt.

Im Internet findet man heiße Diskussionen über den Agavensirup, der als „gesunder Alternativ-Zucker“ angepriesen wird. Diese Auffassung ist weitumstritten.

Man findet auf dem Portal Artikel wie :

-    „Das Märchen vom gesunden Agavensirup“
-    „Noch giftiger als der Zucker“
-    „Nur für die Produzenten gesund“ aber auch
-    „Die gesunde Zuckeralternative Rohe Agavensaft für die Natürliche Süße“

Jeder kann für sich eine Entscheidung treffen;
jedoch ist große VORSICHT geboten!!!

* Pulque
mexikanisches alkoholisches Nationalgetränk aus dem fermentierten Saft verschiedener Agaven. Es ist milchig trübe und enthält 2-6% Alkohol. Da es schnell verderblich ist, ist es kaum außerhalb Mexikos erhältlich.

Inge Wieschalla

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