Die Pflanze

Barbadensis Miller

Aloe vera Barbadensis Miller
Die Echte Aloe, “Aloe barbadensis Miller”,  auch Wüstenlilie genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Aloen (Aloe) in der Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae).

In der pharmazeutischen und kosmetischen Verwendung ist sie fast ausschließlich unter ihren synonymen wissenschaftlichen Namen Aloe vera bzw. Aloe barbadensis bekannt.

Sie gehört zu den Aloe-Arten, die zur inneren und äußeren Anwendung verwendet werden können, daneben gibt es u.a. auch Kap-Aloe (Aloe ferrox), Barbados-Aloe, Socotra-Aloe, Venezuela-Aloe, Zanzibar-Aloe.

Es gibt mehr als dreihundert Vielzahl verschiedene Aloe Pflanzen, jedoch hat nur eine einzige Spezies, nämlich die „Aloe Vera Barbardensis Miller“, die stärkste Heil-Wirkung.

Zur inneren Anwendung sollten Aloe vera-Pflanzen kommen, die etwa 3 bis 4 Jahre alt sind, da sie erst dann die größte Wirkung entwickeln.

Die ursprüngliche Heimat dieser Art sind die Kanarischen Inseln. Kultiviert wird sie auch in anderen Trockengebieten zum Beispiel auf den Balearen und Süd-Spanien, Europa, Afrikas, Amerikas, auf Plantagen in Texas, Florida und Mexiko, den niederländischen Antillen und in den Küstengebieten von Venezuela und Ecuador.

Sie sind frostempfindlich, können aber sehr gut im eigenen Garten gezogen und im Winter im Haus gehalten werden.

Eine Agave - keine Aloe Vera Barbadensis Miller

Pflanzen-Beschreibung
Diese Pflanze ist weder ein Kaktus noch eine Agave (links im Bild), mit der sie gern verwechselt wird, und gehört zur Lilien- und Zwiebelfamilie, wie Knoblauch und Spargel.

Die Aloe vera ist eine sukkulente Pflanze, wobei sowohl der Stamm als auch die Blätter xeromorph sind; sie bilden oft Ausläufer aus.

Die Pflanze kann bis zu 10 Jahre alt werden.

Aloe Vera Barbadensis Miller in Blüte

Die stiellosen, dicken, lanzettlichen Blätter werden 15 bis 35 (selten bis 50) cm lang und 4 bis 5 (manchmal 7) cm breit und haben einen bewehrten Blattrand.

Wenn die Pflanzen mehrere Jahre alt sind, bilden sie 60 bis 100 cm hohe, nur manchmal verzweigte, traubige Blütenstände mit sehr vielen Blüten.

Die Blüten sind dreizählig und die Blütenhüllblätter sind überwiegend gelblich, rötlich gefleckt.

Es sind sechs Staubblätter vorhanden, welche Kapselfrüchte bilden.

Aloe Plantage in Blüte

Nur ältere Pflanzen bilden einen höheren Stamm, bei jüngeren Pflanzen ist dieser gestaucht, so dass die Blätter relativ dicht am Boden sind.

Die Blätter sind rosettenförmig angeordnet, etwa 40 bis 50 cm lang und an die 6 bis 7 cm breit.

Sie bestehen aus drei unterschiedlichen Schichten, die jeweils spezifische Inhaltsstoffe enthalten.

Eine graugrüne lederartige äußere Schicht schützt die Pflanze vor dem Austrocknen.

Der gelbliche harzige Saft der darunter liegenden Faserschicht enthält u.a. Aloin, das durch seinen bitteren Geschmack die Pflanze vor Tierfraß schützt.

Aus diesem harzigen Saft wird durch Eintrocknen das pharmazeutisch genutzte Curacao-Aloe gewonnen.

Die innerste Schicht (Mesenchymschicht) stellt den eigentlichen Flüssigkeitsspeicher dar.

Sie besteht aus einem Gel mit einem Wasseranteil von 96 %, das Stoffe enthält, welche die Abwehrkräfte des Menschen und die Wundheilung fördert.

Artenschutz
Wild wachsende Aloe-Arten sind durch das Washingtoner Artenschutzabkommen vom 3. März 1973 geschützt – ausgenommen davon sind Pflanzenprodukte, die von außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes eingebürgerten oder von künstlich vermehrten Aloen stammen.

Inge Wieschalla

2 Responses to Die Pflanze

  1. Beatrice Schlegel says:

    Hola Fra Wieschalla! Wir haben einige Aloe Vera Pflanzen in unserem Garten, in der Nähe von Vélez-Málaga, die lange Zeit nicht gepflegt wurden. Jetzt bin ich hier ;-) Ich bin begeistert von Ihrer Seite und finde viele Ideen und Tipps und freu mich auf die Umsetzung! Eine wichtige Frage: Wir denken, dass unsere Aloe Vera von einem “unterirdischen Tier” gefressen wird. In meiner Not hatte ich zunächst kalte Asche drüber gekippt. Manche sind angeknappert- andere nicht. Die Pflanzen sind mehrere Jahre alt. Haben sie eine Idee? Gibt es Hinweise für Schädlinge/ Schaden an Aloe Vera Pflanzen? Muchas Gracias! und – ich werde als bald ich wieder in Murcia bin- bestimmt gerne mal ihre Plantage besuchen. Seh schön!!! Freundliche Grüße Beatrice Schlegel

  2. Sehr geehrte Frau Schlegel, ich bin mir nicht sicher, ob Sie ein “unterirdisches” Nagetier meinen, wie zum Beispiel einen Maulwurf, der Ihre Pflanzen an den Wurzeln her anknabbert oder ob Sie den unteren Teil der Blätter und Blütenstängel meinen. Im Moment blüht die Aloe vera und wird, auch bei uns auf der Plantage, von grossen “Weinbergschnecken” angefressen. Hierbei hilft nur früh am Morgen oder Abend die Planzen absuchen und ggf “biologisch” die Schnecken aufsammeln und liebevoll zum Nachbarn setzen; (das ist natürlich nur ein Spass!) – setzen Sie sie bitte einfach in der Natur aus, wo sie nicht zu Schaden kommen. Natürlich haben Aloe vera auch Schädlinge; dafür bitte ich Sie, mir etwas konkretere Angaben zu machen, oder z.B. ein Foto zuzusenden, auf dem ich sehen kann, um welchen Schädling es sich handelt. Wir werden schon etwas findes, was Ihnen und Ihre Sprösslingen helfen wird. Mit freundlichen Grüssen, Inge Wieschalla

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