Allgemeines
Wie pflegt man seine Aloe-Pflanze richtig?
Die Aloe Vera Pflanze ist sehr anspruchslos in ihrer Pflege und man hat viele Jahre seine Freude an ihr. Sie kann bis zu 10 Jahre alt werden und kann unter normalen Bedingungen im Haus viele Jahre kultiviert und beerntet werden.
Eine richtige Pflege der Aloe vera-Pflanze – sei es als Zierpflanze oder um sie wirklich praktisch zu nutzen – ist Voraussetzung. Hierbei bedarf es einer knappen Anweisung, damit Sie Freude an Ihrer Pflanze haben werden und diese Ihre volle Schönheit und Wirkung erzielen kann.
Sie sollte nur sparsam gegossen werden und verträgt lange Sonnen- und Trockenperioden.
Sie mag keine „nassen Füße“, da sonst ihre Wurzeln faulen würden.
Im Topf ist sie im Sommer über einen vollsonnigen Platz auf der Terrasse oder im Garten dankbar und sollte im Haus überwintern, da sie keine „winterharte“ Pflanze ist.
Sie durchlebt Farbwechsel und Blütephasen, die sie als Aloe vera-Besitzer kennen müssen, um sie richtig einschätzen zu können, wie sie mit ihr umgehen müssen.
Sie ändert ebenso je nach Jahreszeit und Unterbringung den Wirkungsgrad Ihrer Wirkstoffe und ihre Farben. Große Pflanzen bringen nach ca. 3 Jahren immer wiederkehrend wunderbare, leuchtend orangerote oder gelbe Blüten hervor. Nach der Blüte stirbt die Aloe Vera nicht ab, wie bei der Agavenart bekannt, mit der sie oft verwechselt wird.
Dieses gilt nicht nur für eine Mutterpflanze sondern auch, wenn Sie eines Tages Ableger gebildet hat; die kleinen neuen Sprösslinge entziehen der Mutterpflanze Ihre Energie und Wirkstoffe, deshalb müssen die fachgerecht getrennt und umgesetzt werden. Sie können die neuen Zöglinge auf ein Feld oder im Topf mit sandigem, lehmhaltigem Boden einpflanzen.
Kleine Unterschiede mit großer Wirkung bestehen ebenso bei der Haltung im Topf oder im Freiland.
Wichtig ist eine reife Pflanze
Erst ab einem Alter von ca. 3 Jahren enthält die Aloe Vera überhaupt genügend Wirkstoffe, um auch als Heilpflanze eingesetzt werden zu können. Das entspricht ungefähr der Zeit ihrer ersten Blüte. Diese Pflanze hat dann in der Regel eine Höhe von mindestens 15-20 cm erreicht.
Eine gewisse Reife der Pflanze ist Voraussetzung für ihre wunderbare Heilsame Wirkung, die ihrem Namen alle Ehre macht.
Die richtige Erde
Nährstoffarme Böden sind ihr als Wüstenpflanze ein willkommener Boden.
Eine gute Mischung gewährleistet genügend Wasserspeicher im Boden und zügiges Abfließen des überschüssigen Wassers, damit ihre Wurzeln nicht faulen.
Direkt nach dem Um- bzw Einpflanzen wird sie unter Umständen ihre Farben in das Bräunliche verändern und ihre Blätter werden etwas dünner. Dieses ist ein ganz normaler Eingewöhnungsprozess; die Pflanze ist nicht abgestorben! Sie bildet in dieser Zeit ihre Wurzeln, gewöhnt sich an ihr neues Umfeld und zum Schluss erstrahlt ihr frisches saftiges Grün in neu gebildeten Blättern.
Im Topf:
Ihre volle Wirkung entfaltet sie jedoch am besten in Kakteenerde oder sandigen Mischung.
Eine folgende Mischung wird für ihr optimales Wachstum empfohlen:
Bodenmischung: 1/2 herkömmliche Gartenerde + 1/2 Sand mischen
oder
Bodenmischung: 1/3 herkömmliche Gartenerde + 1/3 Sand + 1/3 Blumenerde mischen.
Herkömmliche Mutterrede im Topf trocknet zu sehr und zu schnell aus. Daher muss öfter gegossen werden.
Im Freien:
Nährstoffarme und sandige Böden sind ihr bevorzugtes Einzugsgebiet.
Sie können sie jedoch ohne Bedenken in Ihren Garten einpflanzen, und die Pflanze wird sich ihrer neuen Umgebung unkompliziert anpassen.
Die richtige Wassermenge
Aloe vera ist eine Succulente und verträgt zu viel Wasser überhaupt nicht. In Staunässe neigen ihre Wurzeln rasch zu faulen. Sie ist ein enormer Wasserspeicher und benötig wenig Wasser: „Weniger ist mehr!“ Aber für ein gleichmäßiges Wachstum ist es notwendig, die Pflanze kontinuierlich und fachmännisch zu bewässern.
Wie bei nahezu allen Pflanzen hängt es auch bei der Aloe Vera von ihrer Unterbringung und den Witterungsverhältnissen ab, wie viel sie gegossen werden muss.
Es gibt Unterschiede in der Pflege der Aloe vera, ob sie sie im Freien oder im Topf unterbringen wollen. Ebenso ist die zu gebene Menge Wassers zu dosieren, damit sie nicht eingeht/fault oder ggf. ihre Wirkstoffe verliert.
Im Topf:
Ganzjährig
Nach dem Umpflanzen in den Topf mit der jeweiligen Bodenmischung muss die Pflanze sehr gut gegossen werden. Das nächste mal muss erst wieder gegossen werden, wenn ihre Erde ganz trocken ist. Achten sie immer darauf, dass sich keine Staunässe bildet!
Menge für Topf:
Standortabhängig (Sonne/Schatten), Größenabhängig, Innen/Außen
Tipp:
Sie kontrollieren vor und nach dem ersten Giessen durch Anheben der Topfpflanze ihr Gesamtgewicht. Wenn sie sehr durchgetrocknet ist, wiegt sie weniger und sie können wieder gießen. Ebenso können sie ihre Erde an ihren Wurzeln kontrollieren. Ist diese trocken, dürfen sie gießen.
Lediglich Jungpflanzen, die noch nicht über ein ausreichendes Wasserreservoir verfügen, sind auf regelmäßige schwache Wassergaben angewiesen. Sie bevorzugen ebenso schattiges bis halbschattiges Umfeld.
Im Freien:
Frühjahr/Herbst:
Im Frühjahr und Herbst ist die Aloe vera normalerweise mit herkömmlichem Regenwasser ausreichend versorgt.
Sollte es wider Erwarten trockener zu dieser Jahreszeit sein, muss die Aloe vera zusätzlich gegossen werden.
Menge im Herbst und Winter: alle vier Wochen 1-2x
Sommer:
Extreme Trockenheit macht ihr auch bei prallem Sonnenschein nichts aus. Sie muss jedoch hierbei mindestens einmal im Monat gut gegossen werden.
Menge im Sommer: alle vier Wochen 1-2x
Lediglich Jungpflanzen, die noch nicht über ein ausreichendes Wasserreservoir verfügen, sind auf regelmäßige schwache Wassergaben angewiesen. Sie bevorzugen ebenso schattiges bis halbschattiges Umfeld.
… Aloe vera, die „Wüstenlilie“:
Ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern ist enorm.
Sie vermag zwar große Trockenperioden durchzustehen, wird aber auf der Finca Verde im Sommer auch aus eigenen Brunnen bewässert, damit ein gleichmäßiges Wachstum garantiert ist.
Ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten als Überlebenskünstlerin demonstriert sie aber auf einem Feld auf dem vor wenigen Monaten Ablegerpflanzen gesetzt wurden.
Diesen seitlichen Ableger, die von der Mutterpflanze entfernt werden, wurden während des letzten Sommers aus dem Boden gezogen und auf dem Feld liegen gelassen.
Nach vier Monaten pflanzte man sie auf ein neues Feld – und sie gedeihen!
Nur eine leicht braun-gelbe Färbung und hie und da ein paar dürre Blattspitzen zeugen noch vor jener Überlebensperiode. …
Jose Maria Perez
Quelle: Artikel der WELEDA – Nachrichten, Heft 221, Ostern 2001
Reportage: Aloa vera – die Heilerin aus der Wüste
Der richtige Platz (Sonne & Temperatur)
Im Freien:
Am wohlsten fühlt sich die Aloe Vera an einem möglichst warmen und sonnigen Platz im Freien, denn sie braucht intensive UV-Strahlung, um die maximale Menge an Wirkstoffen in ihren Blättern produzieren zu können.
Im Süden blüht sie in nahezu jedem Vorgarten, wie bei uns z. B. Geranien oder Stiefmütterchen. Frisch gepflückt erfüllt sie als Heilpflanze die gleiche Funktion wie bei uns die heimischen Heilkräuter.
Die frostempfindliche Aloe vera verträgt im Freien maximal –5C .
Im Topf:
Im deutlich kühleren Norden kann die Aloe-Pflanze zwar im Sommer draußen stehen, muss aber im Herbst und Winter in die warme Wohnung.
Die frostempfindliche Aloe vera verträgt im Topf maximal –1C .
Die Aloe Vera kann man als schmückende Topfpflanze sowie auch als Erste Hilfe Pflanze auf Ihrer Fensterbank unterbringen. Da die Fensterscheibe die UV-Strahlung der Sonne reflektiert und nicht ins Zimmer eindringen lässt, ist der Wirkstoffgehalt in der „Fensterbank-Aloe“ ein wenig geringer.
Temperatur / Luftfeuchtigkeit
Für die Topfpflanze ist die normale Zimmertemperatur im Sommer wie Winter ideal.
Die Aloe vera liebt die Sonne und gedeiht bei hohen Temperaturen meist prächtig, toleriert aber auch halbschattige Standorte. Beim Umstellen auf direkte Sonneneinstrahlung ist eine 14 tätige Gewöhnungsphase notwendig.
Je wärmer desto besser; jedoch sollte sie in einem Umfeld von mindestens 10 °C stehen.
Weniger als ca. 5 °C sind in jedem Fall zu vermeiden.
Bei niedrigen Temperaturen muss die Aloe vera noch trockener als sonst gehalten werden, damit sie nicht fault.
Da sie frostempfindlich ist, sollte man sie an den kälteren Tagen im Haus untergebracht überwintern lassen. In dieser Jahreszeit sollte man es vermeiden, die Blätter mit Wasser zu benetzen, da dies leicht zu Fäulnis führen kann.
Aloe vera liebt trockene Luft. Ein Standort in beheizten Räumen ist daher ideal.
Kinder/Ableger/Nährstoffe
Die Aloe vera ist im Grunde eine äußerst pflegeleichte Pflanze und pflanzt sicht stet und unkompliziert fort.
Die „Mutterpflanze“ wird mit der richtigen Pflege auch „Kinder“, also Ableger bekommen, die wie kleine grüne Finger aussehen und aus dem Boden neben dem Stamm der Mutterpflanze hervorsprießen.
Wenn diese Ableger nicht entfernt werden, entziehen sie der Mutterpflanze zunehmend Nahrung und wichtige Wirkstoffe; dadurch kann sie sich nicht genügend entfalten.
Wenn die neuen Sprösslinge etwa 10 bis 15 Zentimeter groß sind, werden sie vorsichtig aus dem Boden ausgraben und in einen eigenen Topf oder mit genügend Abstand zur Mutterpflanze in die Erde umsetzt. Sie haben noch keine Tiefwurzeln und brechen leicht ab; daher gehen sie bitte mit dem Herausheben vorsichtig vor.
Das Umpflanzen ist im Herbst und Winter empfehlenswert, da sie ca.3 Monate benötigen, um ihre Wurzeln bilden zu können, ohne unter der starken Sonne leiden zu müssen.
Nach ca. drei Jahren bekommen die umgetopften „Kinder“ ihrerseits Nachkommen. Sie können so binnen kurzer Zeit die Aloes für eigenen Bedarf vermehren oder sie auch an Aloe vera Fans verschenken z.B. als natürliches Pflegemittel für die Haut, statt gekaufte Creme, die sowieso wenige Wirkstoffe hat und noch dazu Konservierungsstoffe beinhaltet, die sehr oft Allergien verursachen.
Inge Wieschalla







Ich glaube ich habe eine besondere Art einer Aloe Vera. Meine mag es wenn sie schattig steht, ausreichend Wasser bekommt und hat nach einem Jahr schon Blässte mit einer Länge von 40cm und davon ziemlich viele. Dazu schon 2 Ableger (gleichzeitig). Immer wenn sie in der Sonne stand wurde sie schnell gelb und matschig. Im Schatten (bei indirekten Licht, Fenster auf der Nordseite) ist sie grün, kräftig und sieht optisch gesund aus. Und das bei normaler Blumenerde. Mhmm
Hallo “Arose”, bitte lesen Sie in den Seiten “Ernte und Pflege” nach, welches Erdgemisch und welche Beläuchtung Sie benötigen. Nach Ihrer Information hat ihre Pflanze zu wenig Licht und zuviel Wasser bekommen. Reine Blumenerde ist nicht optimal für eine Wüstenpflanze und Verfärbungen sind normal (je nach Intensität des Sonneneifalles und Jahreszeit). Wenn sie “matschig wird hat sie viel zu viel Waser bekommen. Sie darf keine “nassen Füsse haben!” und könnte mit Sicherheit schon tot sein… wenn die Wurzeln verfault sind, kann man nichts mehr machen. Vielleicht haben Sie Glück! Bitte nehmen sie sie aus dem Topf, mischen Sie die Erde wie auf meinen Seiten beschrieben und pflanzen Sie sie neu ein. Nur kurz aufgiessen (sehr leichte Nässe) und abwarten – das kommende Mal erst dann giessen, wenn sie “rappeltrocken ist!”, damit sie schneller Wurzeln bekommt. Die Ableger von der Mutterpfanze trennen, und separat einpflanzen. Eignet sich sehr gut als Geschenk. So hat die Mutterpflanze mehr Enegie für sich und kann sich leichter erholen. Bei starkem Sonnenlicht, wie z.B. im Hochsommer, verfärbt sich die Aloe vera oft in gelb/bräunliche Töne und das ansich “gelbliche” Aloin verfärbt sich rot, sodass einige berichten, die Blätter der frisch geschnittenen Aloe würden “asbluten!”. Haben Sie schon gewusst, dass Aloe vera sogar Sonnenbrand bekommen kann? Ich hoffe Sie verzeihen meine verspätete Anwort, denn ich war wegen einer Schulter OP nicht in der Lage, meine Seite rechtzeitig zu bearbeiten. Bitte berichten Sie mir von Ihrer Rettungsaktion, die hoffentlich nicht zu spät gekommen ist. Liebe Grüsse, Inge Wieschalla